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Gedrechselte Unikate im Magazin Gern.Land – ein Besuch in der Werkstatt

Vom Holzstück zum Lieblingsstück – Gern.Land zu Besuch in unserer Werkstatt

08.11.2019

Es ist eine schöne Bestätigung, wenn die eigene Heimat auf die eigene Arbeit schaut. Das Landkreismagazin Gern.Land des Landkreises Neustadt an der Waldnaab hat uns in Parkstein besucht und einen ausführlichen Beitrag über Gedrechselte Unikate gemacht. Mit Augenzwinkern wurde Franz Zetzl darin zum „Meister Eder" aus Parkstein, eine liebevolle Anspielung auf den bekanntesten Schreiner Bayerns. Wir freuen uns sehr über das Porträt und nehmen es zum Anlass, die schönsten Geschichten daraus auch hier zu erzählen.

Vom Hobby zur kleinen Manufaktur

Die Leidenschaft fürs Holz liegt in der Familie. Schon beim Großvater stand eine Drechselbank in der Werkstatt, und genau dort begann auch Franz Zetzls eigene Geschichte. Was als Ausgleich zum Beruf anfing, wurde Stück für Stück mehr: erst Schalen und Teller für den Hausgebrauch, dann ein gedrechselter Schaltknauf für einen VW-Käfer-Oldtimer. Als ein Käferclub aus Luxemburg davon Wind bekam und gleich 40 Stück bestellte, war klar, dass aus dem Hobby etwas Größeres werden kann. Heute entstehen in Parkstein handgefertigte Kugelschreiber, Füller, Tintenroller und außergewöhnliche Einzelstücke, die weit über die Oberpfalz hinaus geschätzt werden.

Es gibt fast nichts, was nicht geht

Das Spannendste an diesem Handwerk sind die Materialien. In Verbindung mit Kunstharz und viel Fingerspitzengefühl lässt sich nahezu alles zu einem Schreibgerät verarbeiten. Im Gern.Land-Beitrag wird genau das deutlich: Maiskolben, Kaffeebohnen, Skateboards, Pfefferkörner, alte Jeans oder sogar Parkett aus einer berühmten Filmkulisse, kaum ein Material ist zu ungewöhnlich. Auf Wunsch lassen sich die Stifte mit Zimt, Anis oder Nelke sogar dezent parfümieren, ein kleiner Duft, der lange bleibt. So wird jedes Schreibgerät zu einem Stück mit eigener Geschichte.

Der goldene Holzfüller aus uralter Mooreiche

Eine der schönsten Geschichten dreht sich um Mooreiche aus dem Donauried. Eine abgestorbene, aber gut erhaltene Eiche wurde geborgen, und das forstbiologische Institut München bestätigte ihr außergewöhnliches Alter von mehreren Jahrtausenden. Eine Kopie des Gutachtens liegt bis heute gut verwahrt in der Werkstatt. Aus diesem fossilen Holz entstand unter anderem ein exklusiver Schreibtisch, der bis in den Vatikan nach Rom ging, sowie einige wenige Füller, von denen nur ein einziger zum Verkauf stand. „Ich bin immer auf der Suche nach alten oder besonderen Hölzern mit Geschichte, das fasziniert mich einfach", bringt es Franz Zetzl auf den Punkt.

Handwerk, das entschleunigt

Rund 700 Schreibgeräte entstehen pro Jahr, jedes von Hand gefertigt, geschliffen und versiegelt. Besonders gefragt ist das Handwerk in der Weihnachtszeit, weshalb die Vorbereitungen für die Weihnachtsaufträge oft schon im März beginnen. Etwa 20 Stunden pro Woche fließen in die Werkstattarbeit. Stress ist das für Franz Zetzl trotzdem nicht: „Wenn ich in der Werkstatt bin, bringt mich das absolut auf den Nullpunkt, da kann ich richtig abschalten." Inzwischen gehören auch Kleinserien mit Lasergravur zum Angebot, etwa als Firmenpräsent für Unternehmen, die etwas Besonderes verschenken möchten.

Ein Geschenk der besonderen Art

Genau das macht ein handgefertigtes Schreibgerät aus: Es ist mehr als ein Stift. Es ist ein persönliches Stück Handwerk, oft verbunden mit einer Erinnerung, einem Material oder einem Menschen. Wer ein solches Schreibgerät verschenken oder selbst eines aus einem besonderen Material fertigen lassen möchte, sollte gerade vor Weihnachten rechtzeitig anfragen. Schreib uns gerne über das [Kontaktformular], wir freuen uns auf deine Idee.

Vielen Dank an das Team von Gern.Land für den schönen Besuch und den tollen Beitrag.